Gesundheitsratschläge

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Brokkoli kann Harnblasenkrebs hemmen

Wissenschaftler sind schon lange der Meinung, dass die so genannten Kreuzblütengewächse, zu denen neben dem Brokkoli unter anderem auch Blumenkohl oder Rosenkohl gehören, Krebs hemmen können. Für Harnblasenkrebs haben Forscher nun herausgefunden, warum das so ist.

Im Brokkoli sind bestimmte Stoffe enthalten, die wir unter dem Namen Bitterstoffe" kennen. Diese Glucosinolate haben keinerlei Wirkung auf Krebszellen. Sie werden im Laufe der Verdauung aber umgewandelt in Isothiocyanate. Und diese gehen gegen Krebszellen vor. Sie hemmen das Wachstum von Krebszellen, gerade wenn die aggressivste Form des Harnblasenkrebses vorliegt.

Verantwortlich dafür sind aber nicht nur die Isothiocyanate allein; sie wirken vielmehr in Zusammenhang mit mehreren Stoffen, die gerade im Brokkoli enthalten sind und die ebenfalls eine hemmende Wirkung auf die Krebszellen haben. Auf jeden Fall ist und bleibt Brokkoli nicht nur ein leckeres, sondern auch ein sehr gesundheitsförderndes Gemüse.

Vitamin-B-Vorstufe kann Nervenschmerzen bei Diabetikern lindern

Diabetische Nervenschmerzen, die so genannte Neuropathie, ist bei Diabetikern gefürchtet. Jetzt aber tut sich eine neue Behandlungsmöglichkeit auf, wie eine klinische Forschungsstudie ergab.

40 Diabetiker wurden entweder mit Benfortiamin, einer Vorstufe von Vitamin B1, behandelt oder mit einem Placebo. Diejenigen Diabetiker, die das Vitamin erhielten, hatten schon nach einer dreiwöchigen Einnahme weniger Schmerzen als die anderen Teilnehmer der Untersuchung.

Nebeneffekt: Auch die Nervenfunktion verbesserte sich deutlich - Nebenwirkungen aber wurden keine beobachtet. Nun soll untersucht werden, in wie weit die Therapie auch zur Prävention angewandt werden kann. Dennoch - für Diabetiker mit Nervenschmerzen scheint es sich zu lohnen, diese Vitamintherapie auszuprobieren.

Ein Apfel am Tag ... und Ihr Doktor bleibt arbeitslos

Der Apfel ist des Deutschen liebstes Obst. Aber leider ist er nicht mehr das, was er einmal war. Im Obstregal des Supermarktes finden sich heute oft nur noch Designeräpfel.Mehr als sechs, sieben Sorten gibt es selten im Angebot - außer auf den Wochenmärkten und bei speziellen Apfelbauern. Elstar, Jonagold, Braeburn, Golden Delicius, Granny Smith oder Boskop sind die Äpfel unserer Tage. Sie müssen modernen Kriterien genügen: gleichmäßig in Form und Größe, lagerungs- und transportfähig, geeignet für Sortiermaschinen und jederzeit in großen Mengen lieferbar. Das macht kein normaler Apfel mit. Man schätzt, dass es mehrere tausend Apfelsorten in Deutschland gab oder vielleicht noch gibt. Wie viele es sind, weiß niemand so genau. Manche von ihnen gibt es nur lokal, andere haben keine Namen. Viele sind verschwunden zugunsten ihrer pflegeleichten Nachfolger.

Aber auch der Apfel selbst ist daran nicht unschuldig, denn allen Gerüchten zum Trotz fällt der Apfel sehr weit vom Stamm. Die Natur spielt mit den Genen des runden Dutzends Wildapfelarten, aus denen die Kulturäpfel hervorgegangen sind, ständig Lotterie. Bei jedem Sämling werden die Lose neu gemischt. Meist wird es ein unauffälliger Abkömmling. Manchmal aber entsteht ein Volltreffer, der an die örtlichen Klima- und Bodenverhältnisse besonders gut angepasst ist!", erklärt die natur & kosmos" die natürliche Auslese.

Wir wissen den Apfel nicht mehr wirklich zu schätzen

Ein anderer Killer der Sortenvielfalt sind wir selbst. Denn viele von uns wollen keine ungenormten normalen Äpfel mehr essen. Und schon gar keine schrumpeligen Lageräpfel - quer durch das Jahr soll es die Äpfel immer und immer frisch geerntet geben. Vor allem wollen wir Verbraucher keine teuren Äpfel. Die Apfel-Forscherin Dr. Stefanie Böge: Die Obstkultur ist trotz aller Technik noch immer sehr arbeitsaufwändig. Man kann sich nur wundern, wie billig ein Kilo Äpfel ist, besonders wenn es aus Neuseeland oder Südamerika kommt ... die Preise werden, wie bei vielen Lebensmitteln, durch Subventionen niedrig gehalten. Dadurch sind Äpfel im Bewusstsein der Menschen nichts mehr wert. Wir sind es inzwischen gewohnt, alles immer und überall zu günstigen Preisen zu bekommen. Dazu kommt, dass den meisten Menschen nicht mehr bewusst ist, was es heißt, ein Nahrungsmittel zu produzieren."

Früher hatte fast jede Familie ihre eigenen Apfelbäume zur Selbstversorgung. Streuobstwiesen umgaben Städte und Dörfer. Der Apfel ließ sich vielfältig verwenden: Er wurde gekocht, gebacken, gebraten, gedörrt, zu Marmelade verarbeitet, zu Saft gepresst, zu Wein vergoren oder zu Schnaps destilliert.

Besonders schöne große Äpfel galten als begehrtes Geschenk. Einen Apfel roh zu genießen, kam erst relativ spät in Mode. Rohe Äpfel hielt man für reine Medizin. Daraus kreierte der amerikanische Volksmund den Spruch an apple a day keeps the doctor away" (ein Apfel am Tag hält den Doktor fern). Zahlreiche kleinere Initiativen von Apfelfans versuchen heute, die einstige Artenvielfalt zu retten.

Genießen Sie die Gesundheit vom Baum

Die Ernährungswissenschaftler hingegen beschäftigen sich mit dem ernährungsphysiologischen Wert des Apfels - beispielsweise mit der Frage, ob der Apfel krebshemmend wirkt. Vor allem roten Äpfeln wird diese Eigenschaft häufig zugeschrieben, weil sie insbesondere in der Schale sekundäre Pflanzenstoffe wie Phenole und Anthozyane enthalten. Obst und Gemüse bilden diese sekundären Pflanzenstoffe, um sich selbst widerstandsfähig gegen Krankheiten und Krankheitserreger zu machen. Von dieser eingebauten Apotheke" profitiert auch der Mensch.

Der Nährstoffgehalt mancher Apfelsorten ist enorm. Durchschnittlich sind in 100 Gramm (ein normaler" Apfel wiegt 140 g) außer etwa 86 Gramm Wasser auch 0,3 Gramm Fett, 12,1 Gramm Kohlenhydrate, 0,9 Gramm Zellulose, 0,4 Gramm Mineralstoffe - vor allem Kalium, Kalzium, Natrium, Phosphor, Magnesium, Eisen, Fluor, Jod, Zink Kupfer und Selen - sowie 12 Milligramm Vitamin C enthalten. Vitamin A, B1, B2, B6, Folsäure und Vitamin E sind ebenfalls zu finden. Der Kaloriengehalt ist mit 60 Kalorien auf 100 Gramm niedrig. Allerdings kann der Vitamin-C-Gehalt von Sorte zu Sorte ziemlich schwanken. Wenig Vitamin C enthalten leider meist die Äpfel aus dem Supermarkt, nicht weil sie schlechte Sorten wären, sie werden einfach zu früh geerntet, wenn sie eigentlich zur Vitaminbildung noch etwas mehr Sonne gebraucht hätten.

Sind Bio-Äpfel gesünder?

Äpfel aus ökologischem Anbau müssen nicht unbedingt gesünder sein. So liefern sie den gleichen Gehalt an Nähr- und Vitalstoffen. Sie haben trotzdem etliche Vorteile. Sie sind seltener mit Pflanzenschutzmitteln belastet und die kommen dann in der Regel vom konventionell arbeitenden Nachbarhof. Denn viele konventionelle Apfelbauern nehmen es mit den gesetzlichen Vorschriften - scheint es - nicht so genau: Eine Kontrolle des Pflanzenschutzamtes Hannover bei 99 Obstbauern im Alten Land bei Hamburg ergab, dass die Apfelbäume mit einem Nebel von Gift überzogen wurden, häufig ohne vorgeschriebene Schutztechnik. Zudem führten die Apfelhöfe keine und nur unzureichende Spritzbücher.

Das Fruchtfleisch der alten und naturgemäß gezogenen Sorten ist meist fester und schmackhafter. Die Früchte enthalten weniger Wasser, duften und schmecken dadurch intensiver. Außerdem sind sie länger lagerfähig. Weil Öko-Apfelbauern wegen des doch enormen Arbeitsaufwands nur etwa die Hälfte des konventionellen Anbaus ernten können, sind ihre Preise höher.

Kürbisse, mehr als wohlschmeckendes Gemüse...

Pünktlich mit dem Beginn des Herbstes sind sie wieder überall zu sehen: Kürbisse. Bei uns auf dem Markt kann ich besonders schöne, große Exemplare bewundern, aber auch die kleinen Zierkürbisse gibt es hier schon zu kaufen. Vor zwei Jahren dagegen sind mir zum ersten Mal spezielle Schnitzkürbisse aufgefallen - sie sollen sich besonders gut dazu eignen, Kürbis-Laternen herzustellen.
Kürbisse können aber noch mehr als nur dunkle Herbstabende zu erleuchten und gut zu schmecken. Sie sind reich an gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen. Am bekanntesten ist ihre Wirkung auf die Prostata. Lesen Sie heute, wie sich Kürbisse darüber hinaus positiv auf Ihre Gesundheit auswirken

Kürbis: So nutzen man Fleisch, Öl und Kerne für die Gesundheit

Beim Stichwort Kürbis" denken viele spontan an die leuchtend orangefarbenen Riesenkürbisse, den Stolz eines jeden Kleingärtners im Herbst. Es gibt jedoch über 500 Kürbissorten, und es sind nicht unsere Gartenkürbisse, die für Heilzwecke genutzt werden. Dafür werden ausschließlich weichschalige oder schalenlose Sorten angebaut - vor allem in Ungarn und der Steiermark. Lesen Sie hier, wie Sie die unterschiedlichen Kürbisprodukte - Fruchtfleisch, Kerne, Kürbiskernöl und medizinische Extrakte - für Ihre Gesundheit nutzen können. Bei Beschwerden wie einer Reizblase, Beckenbodenschwäche oder einer gutartigen Prostatavergrößerung sind die Wirkungen der alten Heilpflanze mittlerweile sogar wissenschaftlich bewiesen.
Das Fleisch ist reich an Antioxidantien
Kürbisfleisch ist allein schon deshalb gesund, weil es wegen seines hohen Wasser- und Ballaststoffgehalts extrem kalorienarm ist. Pro 100 g liefert es nur 26 kcal.
Das sind die wichtigsten Inhaltsstoffe des Kürbisfleisches:

Lutein und Zeaxanthin sind wichtige Antioxidantien, die vor allem die empfindlichen Sinneszellen der Netzhaut im Auge vor dem schädlichen UV-Anteil des Sonnenlichts schützen. Wasser und Ballaststoffe fördern die Verdauung. Der hohe Kaliumgehalt wirkt entwässernd und harntreibend. Wasseransammlungen und Giftstoffe können somit leichter aus dem Gewebe geschwemmt werden.
Kerne und Öle versorgen Sie mit wichtigen Fettsäuren
Die Kürbiskerne und das aus ihnen gewonnene Öl haben dagegen eine andere Zusammensetzung. Beide sind auch wesentlich kalorienreicher. So liefern 100 g der Kerne etwa 560 kcal und damit etwa so viel wie eine Tafel Schokolade. Das Öl erreicht sogar Spitzenwerte von bis zu 900 kcal/100 ml. Sie sollten also beide Lebensmittel nicht allzu verschwenderisch verwenden. Die Kerne sind reich an Ballaststoffen und an wichtigen Vitalstoffen wie Vitamin E und Eisen. Darüber hinaus enthalten sie (und das aus ihnen gewonnene Öl) essenzielle mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die für den Körper lebensnotwendig sind. Das dunkle, grüne Öl mit dem starken Eigengeschmack passt vor allem zu kräftigen, rustikalen Salaten, zu Rettich oder Bohnen, eignet sich aber auch zum Einlegen von Rindfleisch. Kürbiskernöl erhalten Sie in gut sortierten Supermärkten oder in Naturkostläden (Preis ab 7 pro 250 ml).
Bei Reizblase und Prostatabeschwerden klinisch geprüft
Zu Heilzwecken werden Extrakte aus Kürbiskernen schon seit Jahrhunderten vor allem in Südamerika und Südosteuropa angewandt. Allerdings sind nicht alle Wirkungen tatsächlich bereits in wissenschaftlichen Studien untersucht worden.
Das sind die Anwendungsgebiete von Kürbiskernen:
Durch Studien belegt:

Als wirksame Inhaltsstoffe der Kürbiskerne gegen Prostatabeschwerden werden die Phytosterole angesehen. Sie hemmen die Bildung eines Hormons (Dehydrotestosteron), das für die gutartige Vergrößerung der Prostata (BPH) verantwortlich ist. Studien mit Kürbiskernextrakten (z. B. Turiplex, Prosta Fink, Azuprosat , aus der Apotheke, Tagesbedarf ca. 1 ) zeigten, dass sich die Blase besser entleert und das Restharngefühl deutlich zurückgeht. Aber auch wenn Sie vollkommen gesund sind, sollten Sie auf Kürbis setzen. Denn kaum ein Gemüse hat so viele unterschiedliche Schutzwirkungen für Ihren Körper.